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Wärmedämmverbund-Systeme. Aktuelle Infos zum Wahnsinn mit der Dämmung. 01.12.2011 Wärmedämmverbund-Systeme (WDVS). Einige kritische Anmerkungen 1. Das verdrängte Problem: Biozide und Schadstoffbelastung an zusatzgedämmten Fassaden Zum Schutz vor Algen- und Pilzbefall werden kunstoffgebundene Farben und Putze für Außenwärmedämmungen mit Bioziden ausgerüstet. Neue Untersuchungen zeigen, dass diese Problemstoffe ausgewaschen werden und über das abfliessende Regenwasser in die Gewässer gelangen können. Für einen wirksamen Boden- und Gewässerschutz sind Maßnahmen notwendig, die auf eine deutlich geringere Auswaschung von Bioziden aus Fassaden abzielen Vor dem Hintergrund der momentan geführten Nachhaltigkeitsdiskussion kommen die Studien zu dem Ergebnis, dass die Vergabe eines Nachhaltigkeitslabels zwingend mit einer Beurteilung der zu erwartenden Biozidfreisetzung verknüpft wird. Leider enden die Berichte meistens mit der Feststellung, dass Schlagregen und Feuchte vom Gebäuden fern zu halten seien oder aber, dass verstärkt Farben und Putze für Wärmedämm-Verbundsysteme ohne Biozide entwickelt werden sollen und nicht mit der Empfehlung im Sinne der Nachhaltigkeit und des Gewässerschutzes zukünftig entweder monolithisch oder zweischalig zu bauen. Fazit: Monolithische Wandkonstruktionen aus hochwärmedämmenden Ziegel erfüllen sämtliche Anforderungen des zeitgemäßen Bauens. Einfach, nachhaltig, wirtschaftlich und ökologisch einwandfrei. Für Neubauten gilt ganz klar: Warum kompliziert und ökologisch bedenklich, wenn es einfach und nachhaltig geht? Künstliche Dämmsysteme machen keinen Sinn. Zur Vertiefung: Medienberichte, Filme, Fachaufsätze und Artikel zum Thema
Professor will WDVS verbieten lassenProfessor Christoph Mäckler, ehemals Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA), heizt die Diskussion um die stadtbildprägende Wirkung von Energieeffizienz an. Er fordert: „Gebäude sind so zu errichten, dass sie auch noch in 150 Jahren genutzt werden können und nicht nach 30 Jahren wieder abgerissen oder erneuert werden müssen. Für Neubauten sollte der Gesetzgeber deshalb Wärmeverbundsysteme untersagen.“
Herkömmliche Wärmedämmverbundsysteme sind anfällig für Algenbewuchs, Pilz- und Schimmelbefall. Deshalb müssten die Oberputze mit Fungiziden behandelt werden. Diese Giftstoffe würden mit der Zeit ausgewaschen und könnten im Boden rund um ein solches Gebäude nachgewiesen werden, sagt Mäckler. Er sehe bei der Sanierung eines Gebäudes durchaus Fälle, wo man auf eine Außendämmung zurückgreifen müsse. Jedoch bei Neubauten sei es unverständlich, warum der Gesetzgeber das Wärmedämmverbundsystem überhaupt zulasse. Der ehemalige BDA-Vorsitzende spricht sich auch dagegen aus, Hightech ohne erkennbaren Grund einzusetzen. Für ihn beginnt das da, wo bauliche und planerische Fehlleistungen durch Haustechnik ausgeglichen werden müssten. Als Beispiel nennt er große Glasfassaden, die zu hohem Kühlbedarf führen. Ein Problem vieler neuer Haustechnikanlagen sieht Mäckler darin, dass die Technik laufend gewartet werden müsse und sehr schnell überholt sei. Modernes Bauen und Sanieren kann auch anders aussehen. Professor Mäckler will das mit einem Projekt zeigen, in dem städtische Musterhäuser erstellt werden. „Wir wollen mit diesem Projekt demonstrieren, dass mit handwerklich guter und solider Baukonstruktion energetisch gute Gebäude realisiert werden können“. Aktuell: Vorgefertigte Dämmplatten in einigen Bundesstaaten der USA verboten
Asthma, Allergien - immer mehr Bewohner von stark gedämmten Häusern klagen über gesundheitliche Probleme durch steigenden Schimmelpilzbefall. Dennoch will die Bundesregierung die Dämmung von Miethäusern und Eigenheimen vorantreiben, um den Heizenergieverbrauch und die CO2-Emissionen zum Schutz des Klimas zu senken. Ganz anders ist die Situation in den USA: Dort haben mehrere Bundesstaaten die Dämmung von Wohnimmobilien durch vorgefertigte Platten aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Steinwolle verboten - um die Gesundheit der Bewohner zu schützen. Den vollständigen Text des Artikels von WeltOnline finden Sie hier
2. Fast schon ein Aprilscherz, ist aber keiner: Spechtschäden an Fassaden
Im Herbst und besonders im Frühjahr häufen sich die Klagen über Schäden an Fassaden, die durch Spechte hervorgerufen werden. Verzweifelte Bauherren, ratlose Architekten und verärgerte Handwerker versuchen dann zu ergründen, warum denn gerade Ihre Fassade von diesem Vogel heimgesucht wird. Artikel Spechtschäden (pdf, 523 kB) Das Wärmedämmverbundsystem hat ein Specht-Problem. Diese Erkenntnis ist eigentlich nicht neu, aber vielen Hauseigentümern wird das erst bewusst, wenn es schon zu spät ist. Rund 300 Spechtloch-Sanierungen an 30 Objekten allein im Jahr 2009 - insbesondere im Nordosten Berlins - haben einen Berliner Bauhandwerker dazu veranlasst, die erste deutsche Hotline für Spechtschäden zu gründen. Der zugehörigen Homepage können zahlreiche Hintergrundberichte, Schadensbilder, Videos und Presseinformationen entnommen werden.
3. Sanierungsanfälligkeit von Wärmedämmverbund-Systemen Nach Aussage des WDVS-Herstellers Sto brauchen "auch die zuverlässigsten Wärmedämm-Verbundsysteme nach Jahrzehnten permanenter Bewitterung eine optische und funktionale Erneuerung. Selbst bei Einhaltung aller standardmäßigen Inspektions- und Wartungsintervalle lässt sich ihre Generalüberholung nach 25 - 30 Jahren oft nicht mehr vermeiden. An der Fassade zeigen sich je nach Verarbeitung, Beanspruchung und Materialart früher oder später optische und zum Teil auch technische Mängel. Verschmutzungen sind dabei noch das geringste Problem. Oft ist der Oberputz durch Risse oder sogar Abplatzungen beschädigt. Weitere Gründe für eine Sanierung können zu erneuernde Anschlüsse, z. B. an Fensterbänken, unschöne Dämmplattenabzeichnungen oder Beschädigungen sein." Diese nahezu wörtlich übernommenen Aussagen, "sehr schöne" Schadensbilder sowie die Formulierung "jetzt und in den nächsten Jahren werden verstärkt Lösungen für die zeitgemäße Überar-beitung der Wärmedämm-Fassaden notwendig" (!!!) finden sich in der Broschüre "WDVS-Sanierung" des Herstellers STO
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