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Das erste reine Solar Haus auf den Gonsbachterassen in Mainz

Klimaschutz auf den Gonsbachterassen:

Das erste reine Solarhaus mit massiver Gebäudehülle mit dem JUWÖ ThermoPlan S8 (Bericht und Foto in Anlehnung an Artikel AZ Bad Kreuznach v. 01.06.2010, Seite 5 von Michael Heinze und Jörg Henkel) 

Das erste vollständig durch Sonnenenergie beheizte Gebäude der Stadt entsteht gerade in der Franz-August-Becker-Straße im Neubaugebiet auf den Gonsbachterrassen.

„Ich gratuliere der Familie Neises“, sagte Bürgermeister Günter Beck (Bündnis 90/Die Grünen). Gemeinsam mit dem achtjährigen Maximilian und dem vierjährigen Cassian, den beiden Söhnen der Bauherren Horst und Marion Theres Neises, legte Beck den Grundstein. Die Kleinen hatten symbolisch Öl, Kohle, Gas und Uran in Flaschen abgefüllt und versenkten sie im frisch angerührten Beton. „Diese fossilen Energieträger zu Grabe zu tragen, war die Idee meines großen Sohnes, der ein kleines, kindliches Zeichen für den Klimaschutz setzen wollte“, so die 43 Jahre alte Bauherrin, die als Journalistin arbeitet.

Geplant wurde das freistehende Einfamilienhaus von ihrem Ehemann Horst Neises. „Dieses Null-Emissions-Haus zeichnet sich dadurch aus, dass wir mit der Sonne heizen“, erläuterte der 48-Jährige, der als Bauingenieur und Sachverständiger arbeitet.

Das Energiekonzept basiert unter anderem auf einer energetisch optimierten Gebäudehülle. „Das Besondere an dieser Hülle ist die konsequente Südausrichtung. Wir haben versucht, das Gebäude so auszurichten, dass man die passive und aktive Solarenergie gut nutzen kann.“ Über die Fenster an der Südfassade wird die Wärme eingefangen und im Gebäude gesichert. „Deswegen ist es massiv gebaut - damit Speichermasse vorhanden ist. Die Sonneneinstrahlung, die auf das Mauerwerk wirkt, wird direkt dort gespeichert.

Das Gebäude wird aus 42,5 cm dicken Außenwänden mit dem volkeramischen ThermoPlan S8 erstellt. D.h. höchster Wärmeschutz aus reiner Keramik bei gleichzeitig hoher Masse und damit Wärme- (und Kühle) Speicherfähigkeit. Dies sorgt für höchste Energieeffizienz bei gleichzeitig angenehmen Wohnklima im Winter und im Sommer. Dazu ist der monolithische Wandaufbau unkompliziert und nachhaltig.

Die Energie der Sonne wird über eine Solaranlage als architektonisches Stilelement an der Südfassade aktiv genutzt. Direkt unter der Bodenplatte befindet sich ein 120 Quadratmeter großer Erdsolespeicher, im Keller ein 1000-Liter-Warmwasserspeicher. Ein Energie-Management-System verteilt die Energie je nach Temperatur im Haus. Der Heizwärmebedarf liegt bei 30 Prozent eines herkömmlichen Neubaus. Als i-Tüpfelchen ist auf den Carport eine Fotovoltaikanlage geplant - für ein Elektrofahrzeug.

Mehr Infos zum Objekt und zum Architekurbüro Neises hier

Pressebericht zur Grundsteinlegung in der Allgemeinen Zeitung hier

Infos zum ThermoPlan S8 hier

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